FAQ - Häufig gestellte Fragen

Häufig werden uns Fragen gestellt rund um Bestattung, Tod und Trauer, bei denen wir denken,
dass sich diese Fragen auch andere Menschen stellen.
Wir haben uns einige aufgeschrieben und so entstand nach und nach eine ganze Sammlung.

In den nächsten Wochen werden wir hier und in Facebook, gestellte Fragen posten und auch beantworten.

Wenn Sie möchten, können Sie uns gern Ihre persönliche Frage per E-Mail oder Nachricht zusenden, diese wird dann ebenfalls von uns beantwortet und später (ohne Namensnennung) gepostet.

 

#1.Frage:
Was kostet eine Bestattung?

Antwort:
Leider kann man dies nicht pauschal beantworten. Hierzu brauchen wir nähere Informationen über die persönlichen Wünsche wie z.B. Bestattungsart, Bestattungsort, Grabart, usw. Da jeder Friedhof eine eigene Friedhofsatzung und Gebührenordnung hat, unterscheiden sich hier die Kosten deutlich.
In der Praxis haben wir festgestellt, dass sog. Bestattungspakete in der Realität meistens nicht alle gewünschten Leistungen enthalten und somit am Ende oft wesentlich höhere Kosten entstehen.

Deshalb erstellen wir nach einem kurzen persönlichen Gespräch eine individuelle Kostenermittlung, die genau auf die Wünsche unserer Kunden abgestimmt ist.
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#2.Frage:
Ist das wirklich die Asche meines Opas in der Urne?

Antwort:
Ja, das können wir garantieren. Wir überführen die Verstorbenen zum Krematorium nach Siegen. Dort erhält jeder Sarg eine Einäscherungsnummer, die auf einem Schamottstein eingraviert ist. Dieser Schamottstein wird in den Sarg gelegt und verbleibt dort. Da es sich um ein nicht brennbares Material handelt, kommt dieser nummerierte Stein auch nachher mit der Asche in einen Auffangbehälter und wird dann mit in die Urnenkapsel gefüllt. Diese Kapsel wird dann verschlossen und mit einem Etikett versehen. Auf diesem Etikett stehen die persönlichen Daten des Verstorbenen, sodass es auch nicht zu Verwechselungen kommen kann. Es wird immer nur ein Sarg eingeäschert und danach auch der Auffangbehälter von der Asche befreit. Auf Wunsch kann man an einem Tag der offenen Tür sich auch vor Ort informieren.
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#3.Frage:
Warum darf man die Urne nicht mit nach Hause nehmen?

Antwort:
In Deutschland besteht der Friedhofszwang, deshalb muss die Urne mit der Asche des Verstorben auf einem Friedhof bestattet werden. Ausnahme sind hier nur die Seebestattung bzw. Baumbestattung z.B. im RuheForst-Friedhof. Im EU-Ausland gibt es andere Bestattungsgesetze, dort ist es durchaus üblich, die Urne mit nach Hause zu nehmen oder die Asche zu verstreuen. Die Deutsche Bestattungskultur hat sich von überwiegenden Erdbestattungen in überwiegende Urnenbestattungen gewandelt. Auch die Asche eines Verstorbenen soll jedem Trauernden frei zugänglich sein. Die Beisetzung ist nicht unwichtig für die Trauerbewältigung, man lässt die Urne ins Grab und damit lässt man den Verstorbenen los. Dieses Loslassen kann Trauernde weiterbringen auf dem Weg durch ihre Trauer.
Hinweis:
Das Verwahren von Totenasche in Privatbesitz ist eine Ordnungswidrigkeit.
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#4. Frage:
Warum haben Sie eigene Abschiedsräume?

Antwort:
Gerade in unserer hektischen Welt ist die Abschiednahme in einer ruhigen, würdevollen Umgebung mehr als wichtig. Nach unserer Erfahrung kann der, der sich vernünftig verabschiedet hat, auch leichter loslassen und das hilft definitiv in der Trauerarbeit. Leider wird auf vielen Friedhöfen nicht genug dafür getan. In unseren 2 modern und freundlich eingerichteten Abschiedsräumen haben die Angehörigen Tag und Nacht die Möglichkeit sich ganz in Ruhe, ohne sich beobachtet zu fühlen und so, wie Sie es sich vorstellen zu verabschieden. Somit geben wir der Trauer Zeit und Raum.
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#5. Frage:
Soll ich mein Kind noch mal Abschied nehmen lassen?
Bzw. Soll ich mein Kind mit zur Beerdigung nehmen?

Antwort:
Diese Frage kann man nicht allgemeingültig beantworten. Niemand kennt in der Regel das Kind besser als die Eltern. Es hängt vom Alter des Kindes ab und von seiner allgemeinen Sensibilität. Wir ermutigen die Eltern jedoch dazu mit dem Kind offen und altersgerecht zu sprechen und es mit einzubeziehen. Kinder trauern anders als Erwachsene, man sollte sie deshalb nicht außen vor lassen. Helfen kann es, offen ihre Fragen zu beantworten und ihnen zu sagen, was bei der Abschiednahme bzw. Beerdigung auf sie zu kommen kann. Das Kind kann dann besser entscheiden, ob es dabei sein möchte oder nicht. Es ist auch hilfreich, ihm z. B. bei der Beisetzung eine Bezugsperson zur Seite zu stellen, die mit ihm die Feier verlassen kann, wenn es das so möchte. Gerne können Kinder etwas basteln oder malen, was man dem Verstorbenen mit auf die letzte Reise geben kann. Der Tod gehört leider zu unserem Leben unweigerlich dazu. Wir zeigen unseren Kindern wie sie laufen und schwimmen können, warum sollen sie nicht lernen, wie man trauert und Abschied nimmt?
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#6. Frage:
Wer darf/muss die Bestattung regeln und die Bestattungskosten tragen?

Antwort:
Das sind die sogenannten Bestattungspflichtigen. In erster Linie der Ehe- oder eingetragener Lebenspartner, die Kinder oder Eltern des Verstorbenen. Gibt es diese Personen nicht, können auch die Geschwister bestattungspflichtig sein. Dabei ist es unwichtig, ob Kontakt zu dem Verstorbenen bestand und wie das Verhältnis zu Lebzeiten war. Es darf sich mit Einverständnis der eigentlichen Bestattungspflichtigen oder mit Vollmacht des Verstorbenen jedoch auch ein Freund oder Nachbar um die Bestattung kümmern. Man sollte aber bedenken, dass der, der den Bestatter beauftragt, in der Regel auch die Bestattungskosten tragen muss.

Hinweis:
Rheinland-Pfalz: BestG § 9 Verantwortlichkeit.

Zum genaueren nachlesen:
§ 9 Verantwortlichkeit
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#7.Frage:
Warum ist das Abschiednehmen so wichtig?

Antwort:
Die Nachricht vom Tod eines geliebten Menschen löst meist eine Art Schock in den Angehörigen aus, vor allen Dingen, wenn sie plötzlich kommt. Man hört zwar, was passiert ist, kann es jedoch zuerst nicht begreifen. Der Mensch muss Dinge hören, sehen und fühlen, um sie komplett zu verstehen. Das bedeutet, höre ich nur vom Tod eines Menschen, sehe aber nicht den Verstorbenen, dann fällt es häufig sehr schwer, es wirklich zu glauben, dass der Mensch nicht wieder kommt. Viele Menschen trauen sich nicht, einen Verstorbenen noch mal zu sehen, sei es aus schlechten Erfahrungen in der Vergangenheit oder aus irgendwelchen negativen Phantasien, die sie in ihrem Kopf haben. Aus Erfahrung wissen wir, dass die Phantasien meist viel schlimmer sein können, als die Realität. Ein ausgebildeter Bestatter ist heute in der Lage, einen würdevollen Abschied zu gewährleisten. Das letzte Bild das man von einem Verstorbenen hat, sollte möglichst positiv und würdevoll sein, denn es bleibt lange im Herzen. Ein guter Abschied erleichtert die Trauerarbeit.
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#8. Frage:
Was ist der Unterschied von Ihrem Bestattungshaus zu den anderen Bestattern?

Antwort:
Grundsätzlich gibt es sehr große Unterschiede zwischen den Bestattern. Wir legen sehr großen Wert, auf Ausbildung und würdevolle Abschiednahme. In unserem Haus werden Sie ausschließlich von Fachpersonal betreut und können sich darauf verlassen, dass wir in der Lage sind Ihre Wünsche und Vorstellungen zu realisieren. Wir haben viel in unsere Räume und in die Ausstattung unseres Unternehmens investiert, um würdevolle Überführungen, Abschiednahmen, und Trauerfeiern zu garantieren. Eine Trauerfeier kann man nicht wiederholen, sie bleibt den Anwesenden sehr lange im Gedächtnis. Sie ist auch ein Ausdruck für die Wertschätzung, die dem Verstorbenen entgegengebracht wurde. Sie können uns gerne nach Absprache besuchen und uns persönlich kennenlernen und sich von unseren Leistungen überzeugen.
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#9. Frage:
Was muss ich beachten, wenn meine Eltern in ein Pflegeheim müssen?

Antwort:
In der Regel ist der Umzug in ein Pflegeheim mit hohen monatlichen Kosten verbunden, die zwar zum Teil durch die Rente und die Pflegegeldleistung abgedeckt werden, aber es bleibt meistens noch ein offener Betrag, der aus dem Vermögen des Pflegebedürftigen getragen werden muss. Das Vermögen muss bis auf einen Schonbetrag aufgebraucht werden, bevor auch nur ein Cent vom Sozialamt dazu bezahlt wird. Das bedeutet, dass Sparguthaben, Versicherungen und evtl. auch Immobilien veräußert werden müssen. Wem es wichtig ist, dass die dereinstige Bestattung nicht von den Angehörigen oder dem Sozialamt getragen werden muss, sollte sich rechtzeitig (vor Antragstellung beim Sozialamt) bei einem Bestatter über die Bestattungsvorsorgemöglichkeiten informieren.
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10. Frage:
Was passiert, wenn ich keine Angehörigen habe, die meine Bestattung regeln können/wollen?

Antwort:
In diesem Fall wäre das Ordnungsamt am Sterbeort für die Bestattung zuständig. Dieses ist angehalten, die günstigste Bestattungsform zu beauftragen. Das bedeutet in der Regel eine anonyme Urnenbeisetzung in einer Gemeinschaftsgrabstätte. Falls man dies nicht möchte und vielleicht eine Grabstätte vorhanden ist, sollte man in jedem Fall einen Bestattungsvorsorgevertrag bei einem Bestatter seines Vertrauens abschließen. Man kann auch einen Freund mit der Abwicklung der Bestattung beauftragen, dieser braucht jedoch eine entsprechende Vorsorgevollmacht und es sollte die finanzielle Seite sicher geklärt werden.
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#11. Frage:
Wie lang ist die Frist bis zur Bestattung?

Antwort:
Das ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Bei uns in Rheinland Pfalz darf eine Bestattung frühestes 48 Stunden nach Eintritt des Todes erfolgen. Die Erdbestattung oder Einäscherung muss innerhalb von 7 Tagen nach Eintritt des Todes erfolgen. Der Termin für die Urnenbeisetzung kann von der Trauerfamilie bei uns frei gewählt werden. Aus unserer Erfahrung sollte die Frist bis zur Beisetzung jedoch nicht zu lange dauern, da für die Trauerbewältigung dieser Termin sehr wichtig ist und für viele Menschen einen Abschluss darstellt.

Hinweis:
Bestattungsgesetz (BestG) Rheinland-Pfalz:

Zum genaueren nachlesen:
§ 15 Warte- und Bestattungsfrist

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