Abschied

Die Tradition des Abschiednehmens

Mit Ruhe und Respekt von einem geliebten Menschen Abschied zu nehmen, gehört schon seit Jahrtausenden zu unserer Trauerkultur. Man hielt gemeinsam die Totenwache bei der Aufbahrung des Verstorbenen im "besten Zimmer" des Hauses. Dabei sprach man Gebete und begleitete den Verstorbenen auf seinem letzten Weg. Die Menschen waren geborgen im Glauben und durch feste Rituale.

Rituale helfen, ein wenig Halt zu finden. Abschied nehmen kann bedeuten, den Verstorbenen noch einmal anzuschauen, ihn zu berühren, zu streicheln, mit ihm zu reden, sich zu bedanken oder sich für etwas zu entschuldigen. Die eigenen Gefühle in einem Brief auszudrücken neben allem, was man gerne noch gesagt hätte, kann zum Beispiel bei einem plötzlichen Tod sehr hilfreich sein. Dieser Brief kann dem Verstorbenen in den Sarg oder die Urne gelegt werden. Auch ein Bild oder persönliche Dinge als Sargbeigaben können beim Abschiednehmen helfen und beginnen den Weg der Trauerbewältigung.

Viele Gespräche mit Trauernden haben uns gezeigt, wie wichtig ihnen eine letzte Verabschiedung in aller Ruhe vom geliebten Menschen war und wie sehr sie ihnen bei der Trauerbewältigung geholfen hat. Auf Wunsch gestalten wir die Abschiednahme mit persönlicher Begleitung oder seelsorgerischer bzw. psychosozialer Unterstützung.